Wie meine Werke entstehen
Michelangelo soll auf die Frage, wie er die Skulptur des David in ihrer unvergleichlichen Schönheit schaffen konnte, geantwortet haben:
„Die Figur war bereits im rohen Stein enthalten. Ich musste nur noch alles Überflüssige wegschlagen.“
Ein ähnlicher Gedanke prägt meine Arbeit. Für mich ist ein Bild nicht etwas, das vollständig geplant und Schritt für Schritt umgesetzt wird. Vielmehr entsteht es im Prozess. Irgendwo zwischen Farbe, Material und Bewegung ist bereits eine Möglichkeit angelegt - meine Aufgabe ist es, sie zu erkennen und den jeweils nächsten Schritt zu finden.
Manchmal braucht dieser Schritt Monate, manchmal nur wenige Wochen. Schicht für Schicht, durch Auftragen, Überlagern, Freilegen und Verändern, entwickelt sich das Bild. Ich arbeite mit Leinwand, Acrylfarben - besonders mit irisierenden Farben - , Spachteln, Rakeln und überwiegend allem, was kein klassischer Pinsel ist.
Am Ende steht der Moment, in dem das Bild sich rund und fertig anfühlt. Dann ist nichts mehr hinzuzufügen und nichts mehr wegzunehmen.

Über mich
Geboren wurde ich in Mönchengladbach und habe dann über 20 Jahre in Köln gewohnt. Vor einigen Jahren zog es mich aus dem Rummel der Großstadt ins beschauliche Odenthal im Bergischen Land.
Wenn ich nicht gerade Farbe auf die Leinwand bringe oder meiner Arbeit im Personalbereich nachgehe, verbringe ich gern Zeit mit meinen Hühnern oder fahre Fahrrad im Bergischen Land.
